Aber ich studiere doch bloß!

19 Apr

Wenn eine Frau nur studiert, der jeweilige Partner allerdings schon „richtig“ arbeitet und damit auch Geld verdient, dann scheint das nicht wenige Damen dazu zu bringen, sich in einer Bringschuld zu sehen.

Denn wenn man nur studiert, dann sollte man doch bitte wenigstens die volle Verantwortung für den Haushalt übernehmen, für vorhandene Kinder sowieso, für die Urlaubsplanung bis 2015 selbstredend. Und wenn man dann noch einen Minjob dazu macht, um auch endlich irgendwas zum Haushalt beizutragen, dann wäre das auch nicht verkehrt.

Das schlechte Gewissen und dieses Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit ist hausgemacht. Es kommt aus uns, den Frauen selbst, und es ist absolut lebensfeindlich. Immer fällt uns irgendetwas ein, das wir „nur“ sind, anstatt etwas anderes, besseres zu sein. Es ist eine innere Rastlosigkeit und ein Hasten nach Anerkennung, das nicht nur gegen jede Emanzipationsbestrebung geht, sondern auch gegen jedes Ziel der Selbstachtung.

In Haushalten mit Hausfrauen ist es so oft so blitzblank und sauber. Es wird oft auf die Langeweile der Damen geschoben, aber vielleicht ist auch das wiederum Ausdruck des schlechten Gewissens, eine Art Ablasszahlung für den vermeintlichen Luxus, nichts Sinnvolles zu tun, was auch immer das heißen mag. Vielleicht ist es die Angst vor dem Müßiggang, vielleicht, vielleicht- sicher aber ist es ein Kampf mit uns selbst.

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