Meine 35 Stunden

14 Sep

Ab Oktober werde ich auf 35 Stunden runtergehen. Vielleicht schafft es ja mein Leben dann, wieder halbwegs ins Lot zu geraten.

Ich fühle mich wie eine Versagerin, weil ich jetzt doch eine Teilzeit-Mama werde. Gleichzeitig merke ich aber, wie meine Kraftspeicher leer sind und ich eine Entscheidung fällen musste.

Ist es jetzt ansatzweise akzeptabel, „aufgegeben“ zu haben und die Stunden runtergeschraubt zu haben? Ich denke an meine Ansprüche und an meinen Jubel, als ich mit dem Job begann.

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3 Antworten to “Meine 35 Stunden”

  1. glücklich scheitern 15. September 2011 um 06:09 #

    ich hoffe, du glaubst nicht wirklich, dass du ‚aufgegeben‘ hast. mir hilft es ab und zu dran zu denken, dass irgendwer die 40std-woche einfach mal festgesetzt hat (und bestimmt nicht für familien, in denen die klassische vollzeiternährerrolle nicht an der tagesordnung ist). und arbeit in dieser gesellschaft überbewertet wird. ich mag meinen job, aber ich habe auch ein kind, außerdem viele freunde und interessen, die halt zeit erfordern. und die möcht ich haben. also sag dir besser, das war ein erster schritt zu einem guten/besseren leben
    sorry für so viel schwafelei am frühen morgen 😉 lg melanie

  2. fraumutter 11. Oktober 2011 um 15:34 #

    Liebe gute Feindin,

    mir gefällt Dein Blog und Deine Themen sehr, gut das ich Dich gefunden habe! Zu Deinem 35 Stunden Dilemma: Ich habe drei Jahre in Schweden gelebt, im gelobten Land der Gleichberechtigung. Und dort arbeiten die meisten Mütter (aber auch Väter) alle so um die 35 Stunden und nenen es Vollzeit. Weil eben einfach jemand die Kinder von der Dagis abholen muss (Kita). Ich glaube wir Deutschen (und besonders die Frauen) machen es uns selber einfach auch schwer. Ich arbeite momentan mit Baby neben mir 10 Stunden vom homeoffice und finde es einfach auch nicht so toll. viele grüsse Frau Mutter

    • gute Feindin 18. Oktober 2011 um 20:43 #

      Ich persönlich finde 35 Stunden auch eine ganz schöne Stundenzahl und genieße die neue Freiheit doch sehr.

      Das Problem ist aber, dass die Chefleute das eben nicht so sehen. Schau ich mich um, wo ich mich bewerben kann, bietet mir eben plötzlich keiner mehr 35 Stunden, sondern 40, gerne auch mehr.

      Und da ist der Hase im Pfeffer. Die eigene Zufriedenheit mit 35-Stunden-Vollzeit lässt sich eben schwer auf die Karriere-Parameter in der „echten“ Welt verklüngeln. Und schon bleibt man wieder auf der Stelle stehen…

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