Neuigkeiten über die weibliche Sexualität – Esther Vilar grüßt nochmals

12 Jul

„Die Frauen sind zwar nicht wild auf Geschlechtsverkehr (sonst gäbe es sicher mehr männliche Prostitution), andererseits ist ihnen der Geschlechtsakt auch nicht verhasst, wie oft behauptet wird.

Die Frau existiert auf einem animalischen Niveau, sie isst gern, trinkt gern, schläft gern, und auch Sex gefällt ihr – vorausgesetzt, sie versäumt dadurch nichts Besseres und muss sich dafür nicht übermäßig anstrengen. Im Gegensatz zum Mann würde sie nie größere Strapazen auf sich nehmen, um einen Partner zu bekommen: Wenn sie ihn aber schon ihrem Bett hat (und wenn sie nicht gerade eine kosmetische Großaktion beabsichtigt oder im Fernsehen ein Programm läuft, das sie gern sehen würde), ist sie – vorausgesetzt, dieser Mann übernimmt die aktive Rolle – dem Geschlechtsverkehr durchaus nicht abgeneigt.“

„[D]enn Sex ist zwar ein Vergnügen für die Frau, aber lang nicht das größte. Die Freude, die einer Frau ein Orgasmus verschafft, rangiert auf ihrer Wertskala weit hinter der, die ihr zum Beispiel der Besuch einer Cocktailparty bereitet oder der Kauf von einem Paar auberginefarbenen Lackstiefeln.“

S.107f.; S.112

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6 Antworten to “Neuigkeiten über die weibliche Sexualität – Esther Vilar grüßt nochmals”

  1. swina 12. Juli 2012 um 20:58 #

    wer einmal sex mit dietmar hatte, weiß aber auch warum auberginenfarbene lackstiefel geiler sind. von roten overnees ganz zu schweigen.

  2. kraehenmutter 17. Juli 2012 um 19:29 #

    ich kenn sex zwar inzwischen nur noch vom hören-sagen, aber so ziemlich alles ist doch interessanter, als aubergine-farbene lackstiefel!?!

    • Maria 18. Juli 2012 um 06:59 #

      Es grüßen die 70er, würde ich sagen.

      Ich persönlich finde auberginearbene Kleidungsstücke generell und Lackstiefel in jeder Farbe eher doof.

  3. kraehenmutter 18. Juli 2012 um 20:28 #

    dich halten dann also auch eher kosmetische großaktionen und ein interessantes fernseh-programm vom sex ab? 😉

    ganz ehrlich: das KANN die frau doch nicht ernst gemeint haben?
    also ich bekomme es nicht in den kopf, das MUSS als tiefschwarze satire gemeint gewesen sein.

    • Maria 19. Juli 2012 um 13:09 #

      Für frisch epilierte Beine und meine Hautpackung mit Kaviarextrakten lasse ich doch jeden möglichen Geschlechtsverkehr sausen ;-)!

      Das ist ja das Verrückte: es ist eben nicht Satire. Das ist auch Alice Schwarzers erste Frage in der berühmten WDR-Debatte mit Vilar, und sie macht wirklich sofort klar, dass sie das alles ernst meint.

      Ich poste vielleicht gleich mal den Link zur Sendung, dann kannst du dir im Zweifel die Lady auch mal live, bunt und in Farbe anschauen.

  4. Florian 28. September 2012 um 20:41 #

    Hier findet Ihr verhaltensökologische Erklärungskonzepte:
    http://www.amazon.de/Deutschlands-Frauen-schaffen-Männer-ebook/dp/B008QWWB8I/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1348864715&sr=8-3

    Ob es gefällt ist fraglich.
    „Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

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